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SchulKinoWochen im Land Brandenburg 2018 vom 18.01. bis 01.02.

 

SIEBZEHN

 

Österreich 2017
104 Min
FSK:
ab 12 Jahren
10.-12. Jahrgangsstufe
Regie: Monja Art

„Das, was so glücklich macht, ist die Gegenwart von etwas Schwankendem im Herzen …“ Paula wird dieses Zitat im Kopf haben. Die 17-Jährige liest Proust, kann bei einem Sprachwettbewerb ohne jede Peinlichkeit sagen, was sie an ihm so fasziniert. Paula mag das Französische – und es schwankt mächtig in ihrem Herzen. Die Gefühle sind in Aufruhr, bei ihr und den anderen in der Klasse. Paula träumt von Charlotte, die mit Michael geht. Tim müht sich on- und offline, um Paula für sich zu gewinnen. Lilli provoziert alle und jeden. Marvin und Kathrin liegen mit Paula im Bett, schauen „Sturmhöhe“ und spinnen von einem Dreierbund. Es geht um nicht viel und doch um alles: um Sehnsucht und Freiheit, Hoffnungen und Enttäuschungen – furchtbar schön. Zwischen diesen Polen schwankt das Leben mit 17, in einem Provinznest in Niederösterreich. 
Genau beobachtet und einfühlsam inszeniert: Blicke und Berührungen, schwankende Gefühle in einem Film, der verwirrend glücklich macht. 

 

Themen: (erste) Liebe, Alltag, Eifersucht, Erwachsenwerden, Familien-, Geschwister- und Generationsbeziehungen, Freundschaft, Gemeinschaft, Heimat, Homosexualität, Identität, Individualität, Jugendkultur, Kommunikation, Lebensentwürfe, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Literatur, Musik, Provinz, soziale Netzwerke, Werte
Fächer: Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Musik

 


 

DIE UNSICHTBAREN - Wir wollen leben

 

BRD 2017 110 Min FSK: ab 12 Jahren 8.-12. Jahrgangsstufe
Regie: Claus Räfle

 

„Ich will hierbleiben. Ich will leben!“ Am 27. Februar 1943, einem Sabbat, werden die letzten noch in Berlin wohnenden und zwangsarbeitenden Juden bei einer Großrazzia verhaftet und kurz darauf in die Vernichtungslager deportiert. Im Mai deklariert Propagandaminister Goebbels die Reichshauptstadt als „judenrein“. Tatsächlich aber verbergen sich hier noch rund 7.000 jüdische BürgerInnen. Sie wollen leben und haben sich für die Häscher unsichtbar gemacht. Sie sind mit falschen Papieren unterwegs oder im Widerstand aktiv, manche haben sich in „Arier“ verwandelt. In menschlicher Nächstenliebe und mit großem Mut wird vielen geholfen, finden sie Zuflucht und Verstecke. Bei Kriegsende gibt es 1.500 Überlebende. Der Film macht vier dieser Unsichtbaren sichtbar. Er gibt ihnen Namen und Gesicht, verknüpft ihre dokumentarischen Erinnerungen mit Spielszenen und stummem Archivmaterial. Wäre ihre Rettung nicht Realität, ließe sich an Wunder glauben.

 

Das Buch zum Film: Claus Räfle „Die Unsichtbaren. Untertauchen, um zu überleben. Eine wahre Geschichte“ Elisabeth Sandmann Verlag, München 2017, 160 Seiten, zahlreiche Abbildungen in Farbe, broschiert, 19,95 € – ISBN 978-3-945543-44-3 
Die Gedenkstätte „Stille Helden. Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933–1945“ wird ab Januar 2018 in erweiterter Form in der Stauffenbergstraße 13-14 in Berlin-Tiergarten – im räumlichen Zusammenhang mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand – wiedereröffnen. Hier sind Berichte, Fotos und Dokumente sowie mündliche Erinnerungen an die damaligen Geschehnisse dokumentiert.
Themen: (deutsche) Geschichte, Antisemitismus, Biografie, Drittes Reich, Erinnerungskultur, Heimat, Holocaust, Identität, Identitätswechsel, Illegalität, Krieg, Nationalsozialismus, NS-Rassenideologie, Rassismus, Solidarität, Verrat, Vertrauen, Widerstand, Zivilcourage
Fächer: Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung, Psychologie


KARAKUM - Ein Abenteuer in der Wüste

BRD/Turkmenistan 1993/2017
FSK: ab 6 Jahren 2.-6. Jahrgangsstufe
Regie: Arend Agthe

Roberts Vater ist als Ingenieur in Turkmenistan, hilft Erdgasquellen zu erschließen.
Der Sohn kommt aus Hamburg, ausgerüstet mit Gameboy und Walkman – den Markenzeichen der Jugendkultur Anfang der 1990er. Nach der Landung die erste Enttäuschung: Nicht der Vater, sondern ein russischer Fahrer holt ihn ab. Doch dieser – angeblich zuverlässige – Pjotr lädt erst seinen Neffen zu, weicht dann von der Route ab und setzt den LKW schließlich in den Sand. Als er aufbricht, um Wasser zu holen, sind die beiden gleichaltrigen Jungen auf sich gestellt. Hitze, Durst und ein Wettlauf gegen die Zeit: Robert und Marud müssen – ohne die Sprache des anderen zu verstehen – zusammenfinden und einander vertrauen, um ihr Leben zu retten. Der Abenteuerurlaub gewinnt ungeahnte Dimensionen.
Digitalisiert, neu geschnitten und neu vertont: Ein Kinderfilmklassiker in frischem Glanz!

 

Themen: Abenteuer, andere Kulturen, Bewährungsproben, Fantasie, Freundschaft, Heimat, Identität, Mut, Natur, Selbstbewusstsein, Sprache, Toleranz, Vater-Sohn-Beziehung, Vorurteile, Werte
Fächer: Deutsch, Geografie, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung



 

THE CIRCLE

USA/Vereinigte Arabische Emirate 2016
110 Min
FSK: ab 12 Jahren 8.-12. Jahrgangsstufe
Regie: James Ponsoldt

 

„Es geht hier nicht nur um Arbeit, sondern auch um das Gemeinschaftsgefühl.“ Mae Holland ist neu beim „Circle“ und muss die Firmenphilosophie noch verinnerlichen. Architektur und Struktur des Unternehmens offenbaren: Transparenz ist hier der höchste Wert. Egoismus, Geheimnisse, Privates sind Relikte der Vergangenheit. Absolute Öffentlichkeit und totale Vernetzung sind die Gebote der Gegenwart für die schöne neue Welt von morgen. Hunger besiegen, Krankheiten heilen, Verbrechen verhindern: Hehre Ziele, die der charismatische Circle-Boss seiner Gemeinde predigt. Mae lässt sich begeistern und steigt zur Circle-Ikone auf. Sie wird zum Star eines Experiments permanenter persönlicher Beobachtung. Eine App, die Leute aufspüren kann, führt zum millionenfach live miterlebten Tod ihres Freundes. Mae entlarvt zwar die Absichten der Circle-Chefs, ihr Denken aber verändert das nicht: noch mehr Transparenz ist nötig!
Keine Science Fiction, sondern Fragen für hier und heute!


Das Buch zum Film: Dave Eggers. „Der Circle“ Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014 560 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 22,99 Euro –
ISBN: 978-3-462-04675-5
Themen: Datenschutz, Datenüberwachung, Demokratie, Firmenphilosophie, Freiheit, Gewissenskonflikt, Gruppendruck, Identität, Internet, Kommunikation, Literaturverfilmung, Macht- und Sozialstrukturen, Machtmissbrauch, Manipulation, soziale Netzwerke, Sozialprestige, Totalitarismus, Überwachung, Verantwortung, Vertrauen, Werte
Fächer: Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung, Psychologie

 


 

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM - Tagebuch einer Begegnung


BRD 2017 97 Min FSK: ab 6 Jahren 10.-12. Jahrgangsstufe
Regie: Jakob Preuss

 

„Ich hab's verdient. Ich habe gekämpft, hier anzukommen. Ich habe viele Grenzen überquert.“ Wahrscheinlich wäre der junge Kameruner nie in Brandenburg gelandet, hätte er nicht einen deutschen Dokumentarfilmer kennengelernt. Der war nach Marokko gereist, dorthin, wo die spanische Exklave Melilla von einem hohen Zaun abgeschirmt ist. Das Metallmonstrum soll afrikanische Migranten daran hindern, nach Europa zu gelangen. In einem Lager im Wald trifft Jakob Preuss auf Paul Nkamani. Die Zufallsbegegnung wird zur Fügung – und Paul zum Protagonisten eines filmischen Tagebuchs. Die Einträge erzählen vom Schicksal eines Einzelnen und gehen doch weit darüber hinaus. Vor allem beziehen sie den Beobachter mit ein, fordern ihn heraus, verlangen ihm Haltungen und Handlungen ab. Aber muss ein Dokumentarist nicht Distanz wahren? Jakob Preuss entscheidet sich anders, legt dafür seine Gründe, die Bedenken und Zweifel dar. Pauls Asylantrag ist noch immer ohne Bescheid. 
Ein Dokumentarfilm, der über viele Grenzen und nahegeht.

 

Themen: Afrika, andere Kulturen, Asyl, Diskriminierung, Dokumentarfilm, Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, Empathie, Filmproduktion, Flucht/Vertreibung, Flüchtlinge, Heimat, Integration, Menschenrechte, Menschenwürde, Migration, multikulturelle Gesellschaft, Religion, Toleranz, Verantwortung, Vertrauen, Vorurteile, Werte, Willkommenskultur
Fächer: Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung, Psychologie



 

AMELIE RENNT


BRD/Italien 2017 97 Min FSK: ab 6 Jahren 6.-10. Jahrgangsstufe
Regie: Tobias Wiedmann


„Warum muss ich dieses Scheiß-Asthma haben?“, fragt Amelie ihre Eltern, die sie zur Kur in eine Spezialklinik nach Südtirol bringen. Zeitlebens schon leidet die 13-Jährige unter der Krankheit; ihre Wut ist normal. Ganz speziell ist jedoch Amelies nächster Satz: „Mir fallen 20 Leute ein, zu denen es viel besser passen würde!“ Die Berlinerin mag derbe Worte, flucht gern, gibt jedem Kontra. Stur wie eine Bergziege widersetzt sie sich den Kur-Anwendungen und haut ab. Zum Glück trifft sie auf den nur wenig älteren „Kuhherden-Manager“ Bart, der ihr als Einheimischer von einer Legende berichtet: Das Bergfeuer auf einem der Gipfel verspreche seit jeher Heilung bei Krankheiten aller Art. Natürlich muss Amelie hinauf, aber die Hürden und Hindernisse des Aufstiegs sind im wahrsten Sinne des Wortes hoch. Der Blick vom Gipfel auf das Alpenpanorama ist grenzenlos – der Wille kann Berge versetzen.
Wortgewandt-witzig, einfühlsam und ermutigend – nicht nur für Bergsteiger!


Themen: (erste) Liebe, Abenteuer, Asthma/Allergien, Bewährungsproben, Empathie, Familie, Freundschaft, Heimat, Identität, Krankheit, Natur, Sagen und Mythen, Stadt/Land, Stärken/Schwächen, Südtirol, Tradition/Moderne, Verantwortung, Vorurteile
Fächer: Deutsch, Geografie, Lebensgestaltung-Ethik-Religion


ENKLAVE


BRD/Serbien 2015 92 Min FSK: ab 12 Jahren 8.-12. Jahrgangsstufe
Regie: Goran Radovanović

„Ich habe keinen besten Freund, denn in meinem Dorf gibt es keine Kinder.“ Der 10-jährige Nenad sitzt mutterseelenallein im Klassenzimmer, am nächsten Tag hat sich sogar die Lehrerin nach Belgrad davongemacht. Der Junge lebt – 2004 – in einer serbischen Enklave im Kosovo, zusammen mit seinem verbitterten Vater und dem geliebten Opa, der nun im Sterben liegt. Bisher wurde Nenad von KFOR-Soldaten im Schützenpanzer zur Schule gebracht. Manchmal fuhr der Pfarrer mit, der die zerstörte Kirche mit einer neuen Glocke zumindest hörbar wiederauferstehen lassen möchte. Es herrscht Frieden im Land, aber die Wunden vernarben nicht. Die Feindschaft zwischen Serben und Kosovaren wird von den Familien auf die Kinder übertragen und stets aufs Neue angefacht. So gerät Nenad in lebensbedrohliche Gefahr, nachdem es ihm scheinbar gelungen ist, sich mit drei albanischen Jungen anzufreunden. Die Glocke wird für Nenad erst zum Gefängnis, dann aber doch zum Symbol einer möglichen Versöhnung. 
Ein Film von stiller Wucht, berührend, ergreifend – und mit einer großen Hoffnung.


Themen: ethnische und kulturelle Diversität, Außenseiter, Empathie, ethnische und religiöse Konflikte, Familien- und Generationsbeziehungen, Flucht/Vertreibung, Freundschaft, Heimat, Identität, Kosovo-Konflikt, Krieg, Kriegsfolgen, Schule, Sicherheits- und Friedenspolitik, Trauer und Tod, Vorurteile, Wahrheit, Werte, Zukunftsperspektiven
Fächer: Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung


CineFiesta

RARA (Meine Eltern sind irgendwie anders)


Chile/Argentinien 2016
FSK: ohne 6.-12. Jahrgangsstufe
Español con subtítulos alemanes - Spanisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Pepa San Martin

„Was ist das denn für eine Zeichnung, von der alle sprechen?“, möchte die Großmutter wissen. Eigentlich ist es ein schönes, buntes Familienporträt: zwei Erwachsene, zwei Kinder, ein Kätzchen. Was freilich auf Catas Bild fehlt, ist ein Mann, ein Vater. Das kleine Mädchen lebt in Gemeinschaft mit ihrer älteren Schwester Sara, ihrer Mutter und deren Partnerin. Die vier kommen gut klar miteinander. Sie haben Spaß und Streit, alles ganz normal. Gänzlich unnormal aber sind im erzkatholischen Chile gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Daher die durch das Bild provozierte Aufregung und Empörung, die schulische Vorladung. Sara verspürt den Druck, versucht Cata begreiflich zu machen, was man sagen darf oder besser verschweigen sollte. Der Vater klagt das Sorgerecht ein und gewinnt schließlich den Kampf um die Kinder.
Konsequent aus Sicht der 13-jährigen Protagonistin erzählt, ist der Film – nach einem authentischen Fall – ein starkes Stück Kino: einfühlsam, streitbar, universell.


Themen: (erste) Liebe, Diskriminierung, Eltern-Kind-Beziehung, Erziehung, Familie, Freundschaft, Gender, Geschlechterrollen, Homosexualität, Identität, Latein- und Südamerika, Lebens- und Familienmodelle, Patchworkfamilie, Pubertät, Rollenbilder, Sorgerecht, Toleranz, Trennung, Vertrauen, Vorurteile, Werte
Fächer: Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Musik, Spanisch