SELFIE BEIM HÖLLENSTURZ


DE 2018 | | 50 min | FSK: k.A.
Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt, Regie: Donald Saischowa Musik: Lena Hauptmann, Stefan Friedrich, Jonny Cräsh, Giovanni Pierluigi da Palestrina


2018 war Europäisches Kulturerbejahr und Brandenburg thematisierte mit „WIR ERBEN. Brandenburg in Europa - Europa in Brandenburg“ seine Wurzeln. An zwei Künstler wird ein ungewöhnlicher Auftrag vergeben: die Schaffung einer Weltgerichtsdarstellung für das Himmlische Theater Neuzelle. Was Steier und Wagner schaffen, ist gigantisch und scheinbar aus der Zeit gefallen, um zu überdauern. Ein Jahr Planung, Entwurf und Realisierung gingen der Fertigstellung voraus und gliedern die dokumentarische Handlung. Im Film äußern sich Wagner und Steier tiefgründig und auch humorvoll zu ihrem Werk im Speziellen und zu Bildender Kunst im Allgemeinen. Eine der über 130 Figuren des Werkes macht ein Selfie beim Höllensturz. „Weltgericht. Festung Europa“ ist kein sakrales, es ist ein weltliches Werk geworden, in dem der Erlöser kein Richter mehr ist, sondern bei den Opfern verharrt. „Selfie beim Höllensturz“ ist ein Film über die Kunst des Bildermachens im Digitalzeitalter.

 




SPREEWALDSAGA 3D


DE 2013 | 60 Min | FSK: k.A.
Drehbuch, Kamera, Schnitt, Regie: Donald Saischowa | Musik: Lopazz, Detlef Kobjela Sprecher: Michael Prelle


Es ist respektabringend, wie sich Hans-Georg Wagner mit seinen Werkzeugen am Material abarbeitet. Es ist ein inneres Abarbeiten an einem schwierigen Begriff: Heimat. Sein Leben und Denken auf der Kippe, zwischen Idyll und Grube, wie er selbst sagt. 2012 erhielt der Künstler den Brandenburgischen Kunstpreis und den Auftrag zur Schaffung einer überlebensgroßen Holzskulptur. Diese thematisiert die wendische Sage über die Entstehung des Spreewaldes. In einem viermonatigen Kraftakt spaltete, sägte, haute und klopfte er seine Version der Sage aus einem Holz, das aus dem Braunkohletagebau vor seiner Heimatstadt Cottbus stammt. Diese zeigt der Film im Kontext zu künstlerischen Arbeiten Wagners. Neben der Holzbildhauerei und dem Schaffen grafischer Werke nutzt der Künstler das geschriebene Wort, um sich mitzuteilen. Aus der Verbindung von gefilmtem Material und Auszügen aus Reden und Essays entsteht eine eigenwillige Filmdramaturgie. Dabei ist ein subtiles Porträt eines fest in seiner Heimat verankerten Künstlers entstanden, der gleichzeitig weit darüber hinaus wahrgenommen wird. „Spreewaldsaga“ ist ein Künstlerporträt und ein Heimatfilm über die Niederlausitz zugleich.